Auf den Anfang kommt es an

„Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, allen Kindern Chancengleichheit von Anfang an zu ermöglichen."

Bildung fängt schon vor der Schule an. Verschiedene Studien haben in den letzten Jahren immer wieder belegt, dass in keinem anderen Land der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg so groß ist wie in Deutschland. Um dem entgegen zu wirken sollen für alle Kinder gute Angebote an frühkindlicher Bildung bereitstehen. Sie helfen, Benachteiligungen von Beginn an auszugleichen und Chancen zu eröffnen. Frühkindliche Bildung und Betreuung fördert darüber hinaus die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Vereinbarung von Familie und Beruf. Sie leistet einen erheblichen Anteil zur Integration und Inklusion von Kindern und zur Vermeidung von Familien- und Kinderarmut. Als Sprecher für frühkindliche Bildung der SPD-Fraktion ist es Daniel Born wichtig, dass soziale Ungleichheiten im Elternhaus schon vor der Einschulung abgefangen werden, damit alle Kinder von Anfang an die gleichen Chancen ermöglicht bekommen: „Deshalb muss die Kita als Ort des Lernens und der Bildung verstanden werden.“

Besonders wichtig ist die Verzahnung zwischen der Erziehung in den Familien und bei den Übergängen zwischen den Bildungsabschnitten über alle Altersstufen hinweg, sowie die Qualifizierung und Wertschätzung des Fachpersonals.

Ein erster Schritt war deshalb der massive Ausbau der Ganztagsbetreuung für unter Dreijährige, damit alle die Chancen auf einen Krippenplatz haben. Aber auch gebührenfreie Kitas sind für den Landtagsabgeordneten unerlässlich. „Aber auch hier muss darauf geachtet werden, dass die Qualität nicht unter der Quantität leidet“, so der Landtagsabgeordnete, „denn Erzieherinnen und Erzieher nehmen eine Schlüsselrolle ein. Gute Beziehungen, Präsenz und feste Bindungen von der Fachkraft zum Kind und den Eltern machen Altersmischung, gelingende Bildungs- und Erziehungsprozesse und inklusives Arbeiten in der Kita erst möglich.“

Dabei spielt der Betreuungsschlüssel eine zentrale Rolle. In Baden-Württemberg betreut im Schnitt eine Erzieherin 3,3 Kinder unter drei Jahren. Das ist deutschlandweit der zweitbeste Wert: Im Bundesdurchschnitt kommen 4,6 Kinder auf eine Erzieherin oder einen Erzieher. Auch das Betreuungsverhältnis für Kinder ab drei Jahren ist in Baden-Württemberg mit 1 zu 8 sehr gut. Die Spitzenwerte belegen den Erfolg der Arbeit der Kommunen, der Träger und der sozialdemokratischen Bildungspolitik.

Deshalb schließt sich Daniel Born MdL der Forderung der Gewerkschaften GEW und Ver.di, sowie der AWO und dem Kita-Bündnis BW an und plädiert für eine gesetzliche Festschreibung der Fachkraft-Kind-Relation in einem Bundes- Kita-Gesetz.

Des Weiteren spielen auch die veränderten Anforderungen an die Erzieherinnen und Erzieher eine wichtige Rolle. Der Abgeordnete ist der Überzeugung, dass ein bundesweit einheitlich geregeltes und aufeinander abgestimmtes hochwertiges Ausbildungs- und Weiterbildungssystem für alle Erzieherinnen und Erzieher und Kita-Leitungen nötig ist. Dies muss Regelungen bezüglich bundesweiter Anerkennung und Gleichwertigkeit der Ausbildung über Berufsschulen/duale Ausbildung, Fachakademien, Fachschulen und Studiengänge, der entsprechenden Abschlüsse, Vergütung und Tarife, aber auch eine Vereinheitlichung der Berufsbezeichnung und die Regelung des Kompetenz- und Tätigkeitsprofils der pädagogischen Fachkräfte beinhalten.

„Klare Rahmenbedingungen für Fachkräfte schaffen Verlässlichkeit Zeit, personelle und finanzielle Ressourcen, bessere Entlohnung, Qualität der Personalisierung, Aus- und Weiterbildung sowie zusätzliche Bildungsangebote auf der Basis aktueller wissenschaftlicher und in der Praxis erforschte Erkenntnisse sind zentrale Baustellen und Messlatte der Professionalität“, so Daniel Born.

Die Bewertung und Bezahlung der Arbeitszeit müssen der anspruchsvollen Tätigkeit angepasst werden. Höhere Abschlüsse, regelmäßige Weiterqualifizierungen, Anforderungen und Tätigkeitsprofile brauchen an eine höhere Vergütung. Daniel Born MdL fordert deshalb in eine zügige Neuregelung mit besonderem Fokus auf die mittelbare pädagogische Arbeitszeit und eine Leitungsfreistellung für Kindertageseinrichtungen. Denn Kindertageseinrichtungen müssen professionell geleitet werden. Dafür wird eine verbindliche Freistellung und/oder Zuteilung eines Zeitbudgets für die Kita-Leitungen notwendig, die auf Sockelbudget unter Berücksichtigung der Zahl der Kinder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und besonderer Gewichtungsfaktoren berechnet werden.

Für den Schwetzinger Abgeordneten steht fest, dass Fachkräfte Freiräume brauchen: Für Mitarbeiter*innen sind mindestens 25% der Arbeitszeit als mittelbare Arbeitszeit personalwirksam in die Fachkraft-Kind-Relation einzurechnen, insbesondere für Vor- und Nachbereitung inhaltlicher Entwicklungen, Dokumentation und die Zusammenarbeit mit Eltern und Betreuung von Praktikant*innen, Freiraum für Fortbildungen und Weiterqualifizierungen.

„Dem feststellbaren Zuwachs an Anforderungen sind die organisatorischen und ressourcenbezogenen Rahmenbedingungen bisher nicht angemessen gefolgt. Auch die gesellschaftliche Anerkennung der Arbeit der Pädagogen steht mit diesem faktischen Bedeutungszuwachs und den gestiegenen Erwartungen an die Kindertagesbetreuung nicht immer im Einklang. Das müssen wir dringend ändern“, so der Landtagsabgeordnete.

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