Günstiger Wohnraum und Verkehr im Fokus der Tour de Schwetzingen

Veröffentlicht am 10.06.2018 in Pressemitteilungen

Born und Abraham radeln mit dem Tandem durch Schwetzingen. Die lokale SPD hatte zu ihrer traditionellen „Tour de Schwetzingen“ eingeladen und nicht nur wegen des sonnigen Wetters war es eine gelungene Aktion.

Schwetzingen. Ab 11 Uhr sattelten 15 Bürgerinnen und Bürger ihre Räder und begannen eine Tour durch die Stadtteile. Die Organisatoren und Gemeinderäte Simon Abraham und Robin Pitsch hatten eine Symbiose zwischen Bewegungsaktivität und der Beschäftigung mit aktuellen politischen Themen geplant.

Zu Beginn besuchten die Radler den frisch hergerichteten „Heckerplatz“ und diskutierten über die bald einzurichtende Einbahnstraßenregelung. Die Strecke führte dann in die Nordstadt an die Walther-Rathenau-Straße, wo die Frage aufkam, warum man die leerstehende Wohnanlage nicht renoviert. Leider konnten die Stadträte nur berichten, dass der Baubeginn eigentlich für Anfang 2018 vorgesehen war. Ebenso wurde über die Einbahnregelung aus der Friedrich-Ebert-Straße diskutiert.

Dann führte der Weg über den Sudetenring zu Comenius Schule. Hier nahm man den neuen Anbau in Augenschein. „Wir erwarten auch in der Zukunft etwa 150 Schüler an dieser Schule, deshalb war der Erweiterungsbau ein logischer Schritt“, so H-P. Müller. Aufgrund der nur halbherzigen Inklusionspolitik der Grün-schwarzen Landesregierung hätte man in dieses rund drei Millionen Euro schwere Vorhaben investieren müssen.

Weiter ging es auf dem Grenzhöfer Weg zur Werkstraße, an der die Sportfirma Decathlon ihr Lager erweitert. „Nach Ausbauende werden hier 600 Mitarbeiter beschäftigt sein“, so Bärbel Schifferdecker. Siebzig Sportarten sind im Sortiment, rund 35 000 verschiedene Artikel stapeln sich in den Hallen. Von hier aus würde die Belieferung der Filialen in Deutschland und den Niederlanden stattfinden und ebenso der Online-Markt bedient.

Quer durch Plankstadt gelangte die Tour dann an die Paul-Bönner-Straße. Über der B535 stellte dann Simon Abraham einen möglichen Verlauf des Radschnellweges von Schwetzingen nach Heidelberg vor. „Die Maulbeerallee führte historisch gesehen, quasi als Schnellweg zehn Kilometer vom Schwetzinger Schloss in gerader Linie nach Heidelberg“, so der Stadtrat.

Als das Schwetzinger Schloss durch den Kurfürsten Carl-Theodor ausgebaut worden sei, hätte er die Achse zwischen dem Königsstuhl und der Kalmit im Westen markiert. Dementsprechend wurde auch eine Verbindungsallee zur alten Residenz in Heidelberg gebaut. Genau diese, wolle man in der Planung für einen Radweg berücksichtigen.

Über die Oststadt gelangte die Gruppe dann in die Scheffelstraße. Denn das Industriegebiet „Pfaudler“ wurde verkauft und die Produktion wird nach Waghäusel umziehen. Auf dem freiwerdenden Gelände soll ein Wohnquartier für 1500 Menschen entstehen. Auf Nachfrage erläuterten Simon Abraham und Sabine Rebmann, wie das sogenannte Masterplan-Verfahren, das dem Bebauungsplanverfahren vorgeschaltet ist, funktioniert.

Zur Entwicklung des Geländes habe der Investor gleich drei Architekturbüros beauftragt. „Wir wollen, dass die Projektentwicklung für diese Wohnanlage hier transparent und für alle Bürger einsehbar passiert“, so Abraham. Und die SPD-Gemeinderäte haben klare Vorstellungen. Viel Wohnraum soll hier entstehen, darunter eine ganze Menge bezahlbarer und geförderter. „Da müssen wir dranbleiben und uns nicht darauf verlassen, was vom Land kommt, damit Wohnraum gefördert wird, so der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Born.

Im Blauen Loch fiel dann die Zielflagge der Tour. Interessierte Nachbarn gesellten sich zur Radgruppe und nutzten die Gelegenheit zum politischen Gespräch. Die Veranstalter bedankten sich beim Wahlkreisabgeordneten für seine Unterstützung und Teilnahme der Radtour, während Born, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, sich seinerseits ein weiteres Mal angetan zeigte vom Format des gemeinsamen Radelns.

„Und dass das Ganze noch mit dem Tandem passiert, unterstreicht doch den Gedanken des Miteinanders und des Füreinanders, der in der SPD Schwetzingen vorherrscht“, so der zufriedene Parlamentarier nach einem erfolgreichen Tag im schönen Wahlkreis Schwetzingen.

 

                                               

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