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Daniel Born besucht Tagespflege Sonnenschein: „Pflege-Infrastruktur ist soziale Basis unserer Region“

Veröffentlicht am 09.03.2021 in Wahlkreis

Der Mensch müsse immer im Mittelpunkt stehen, so der SPD-Wahlkreisabgeordnete Daniel Born bei seinem Besuch in der Tagespflege Sonnenschein.

Ketsch. „Die besten Vor-Ort-Termine kommen aufgrund einer herzlichen Einladung zustande. Und diese Einladung war besonders herzlich“, erklärt Landtagsabgeordneter Daniel Born (SPD) zu Beginn seines Besuchs in der Ketscher Pflegedienst & Tagespflege Sonnenschein. Ausgesprochen hatte die Einladung der Schwetzinger Michael Langenwalter, der nicht nur dem Abgeordneten die Tagespflege, die er seit Jahren werktäglich besucht, zeigen wollte, sondern sich mit ihm auch über sein Interesse an den großen sozialdemokratischen Persönlichkeiten Fritz Bauer und Kurt Schumacher austauschen wollte.

Von Leiterin Sonja Nada-Akbarzada am Eingang begrüßt, konnte dem Wahlkreisabgeordneten in einem pandemiegerechten Rundgang die Einrichtung in der Schwetzinger Straße vorgestellt werden. „Wichtig ist für uns, einen guten und sicheren Rhythmus anzubieten und so Menschen mit Pflegebedarf die Möglichkeit zu geben, in ihrer gewohnten Umgebung ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dabei setzen wir auf zeitintensive Pflege mit Einfühlungsvermögen, ein motiviertes Team, aber auch helle und einladende Räume“, so die Leiterin, die von allen liebevoll Schwester Sonja genannt wird. Born zeigte sich von dem Konzept, aber auch von den Gesprächen mit Mitarbeitern und Gästen beeindruckt: „Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen – sei es Gepflegte, pflegende Angehörige oder das Personal. Das gelingt hier und man spürt das Gelingen.“

Zum Angebot der Einrichtung Sonnenschein GmbH gehören, neben Betreuung und Pflege, auch Kreativgruppen, Tanzkurse, Gartenarbeiten, Ausflüge und gemeinsame Mahlzeiten dazu. Ein großer Teil der Arbeit nehme aber auch immer wieder die Beratung ein, denn Pflegeleistungen und Kostenerstattungen sind hochkomplex und der Dschungel aus Anträgen für viele allein kaum zu durchdringen.

Born sagte, das Problem sei absolut auf dem Schirm und es sei wichtig, dass die Pflegelotsenleistungen von Stützpunkten, Pflegediensten, Kommunen, Kirchen oder Sozialverbänden auch vom Land finanziell hinterlegt seien. „Eine vielfältige und gut ausgestattete Pflege-Infrastruktur ist soziale Basis für unsere Region. 75% aller Gepflegten wohnen zu Hause. Das ist gut, denn Menschen sollen ihr Leben so lange wie möglich im eigenen Zuhause gestalten können. Um dies zu garantieren, brauchen wir aber nicht nur mehr barrierefreie Wohnungen, Mehrgenerationenwohnformen und einen Ausbau der Pflegestützpunkte, sondern auch eine Erhöhung der Landesförderung für Kurzzeit- und Tagespflege. Gerade hier finden viele Gepflegte guten Kontakt und Betreuung und die Familien eine wichtige Entlastung“, fasst Daniel Born seine Eindrücke zusammen.

Und dann kam es zum Gespräch mit Michael Langenwalter, der seine Bücher über Fritz Bauer dabei hatte. Bauer war hessischer Generalstaatsanwalt in den 50er- und 60er-Jahren, wobei heute besonders sein Wirken als entschlossener Verfolger und Aufklärer nationalsozialistischer Verbrechen in Erinnerung geblieben ist. Für Langenwalter wäre es ein wichtiger Beitrag zur Demokratie, wenn mehr Straßen und Plätze nach Bauer benannt würden. Born stimmte seinem Gesprächspartner gerne zu. Die beiden Männer nutzten die Gelegenheit und unterhielten sich noch über weitere Nachkriegspolitiker, die sie geprägten haben.

Zum Abschluss seines Besuchs bedankte sich der SPD-Landtagsabgeordnete bei Frau Sonja Nada-Akbarzada und ihrem Team für die kontinuierliche und hochkompetente Arbeit, auch und gerade während der „Corona-Krise“, wie Born es formulierte. „Jedes Stück Verlässlichkeit, Durchhalten und Dasein hat unser Land mitgerettet. Diese Leistung von Ihnen dürfen Sie nie vergessen – und wir in der Politik dürfen sie zweimal nicht vergessen“, so Born.

 
 

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