Frühkindliche Bildung: Inklusion ist nicht verhandelbar / Born und Rolland besuchen AWO-Kita KiBBiZ in Freiburg

Veröffentlicht am 18.03.2022 in Landespolitik

Gabi Rolland, Daniel Born, Rainer Luithardt, Kathrin Armbruster, Lutz Stegner (vlnr)

Die Freiburger SPD-Abgeordnete Gabi Rolland lud ihren Kollegen im Fraktionsvorstand, den Landtagsvizepräsidenten und SPD-Bildungsexperten Daniel Born, zu einem Besuch der Freiburger AWO-Kita KiBBiZ ein.

Freiburg. „Als Sprecher für frühkindliche Bildung gehören Kita-Besuche mit zu meiner Arbeit. Ich will immer wissen, was gerade die größten Anliegen an die Landespolitik sind, aber vor allem lernen, was alles vor Ort an tollen Ideen entwickelt wird. In unseren Kitas findet das vielfältige Baden-Württemberg jeden Morgen aufs Neue statt und ich bin den Erzieher*innen so sehr für die gute Arbeit dankbar“, erklärte Daniel Born zum Beginn seines Besuchs. In einem intensiven Fachgespräch tauschten er und Rolland sich mit Einrichtungsleiter Lutz Stegner, Heilpädagogin Kathrin Armbruster und dem AWO-Abteilungsleiter Rainer Luithardt für die Kita-Trägerin sowohl über das Einrichtungskonzept und als auch über aktuelle Herausforderungen aus.

Das Besondere der AWO-Kita KiBBiZ: Hier arbeitet ein hochprofessionelles, interdisziplinäres und interkulturelles Team aus pädagogischen Fachkräften, Heilpädagog*innen sowie Ehrenamtlichen und Bundes- oder Jugendfreiwilligen auf Augenhöhe zusammen. Das Team ist hochengagiert und funktioniert ausgesprochen gut. „Das ist vor Ort direkt spürbar“, zeigt sich Rolland begeistert.

In der Einrichtung sind viele Kinder ganz unterschiedlicher Nationen sowie mit besonderen Förderbedarfen, wie zum Beispiel Kinder, die in anderen Einrichtungen keinen Platz mehr haben, weil man dort weniger gut mit ihren Bedürfnissen zurechtkommt. In der Kita KiBBiZ wird besonderer Wert daraufgelegt, niemanden auszugrenzen. Die Begegnung steht im Zentrum, auch wenn Sprachbarrieren oder Verhaltensauffälligkeiten von Kindern mit traumatischen Erfahrungen Herausforderungen darstellen. So wird Inklusion ganz konkret gelebt. „Das schreibe ich aber nicht aufs Türschild“, sagt Einrichtungsleiter Stegner. Denn Inklusion darf kein besonderes Aushängeschild, sondern muss Standard sein: „Wo Kita draufsteht, muss Inklusion drin sein!“, so Stegner.

Von diesem umfassenden Inklusionskonzept zeigt sich auch Born überzeugt. „Inklusion ist nicht verhandelbar – sie ist Verpflichtung und gesellschaftliches Ziel. Und gerade bei der Kita heißt das: alle pädagogische Arbeit stellt das Kind in den Mittelpunkt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie das hier gelebt wird.“ Besonders die Sprachförderung sieht er als essenziell an: „Im Durchschnitt lernt ein Kind bis zum Grundschuleintritt 32.000 Wörter. Hier wird die Gerechtigkeitsfrage in unserer Gesellschaft ganz konkret. Sprachkompetenz ist die allererste und wichtigste Voraussetzung, damit die Kinder Entwicklungsmöglichkeiten und faire Chancen haben“, betont der Landtagsvizepräsident.

Für Born ist das Landesprogramm Spatz ein wichtiger Meilenstein, aber vor allem das Bundesprogramm Sprach-Kita habe neue Maßstäbe gesetzt. „Ich bin bereits mit den Bundestagsabgeordneten der Regierungsfraktionen und Bundesfamilienministerin Anne Spiegel in Kontakt, dass dieses Programm auf jeden Fall fortgesetzt wird“, so der SPD-Politiker.

Einig sind sich die Einrichtung sowie Born und Rolland auch in einem weiteren sehr aktuellen Punkt: „Wir haben die klare Erwartung an das Land, ukrainische Geflüchtete aufzunehmen und die Voraussetzungen zu schaffen, damit ukrainische Kinder hier in Kitas und Schulen mitmachen können.“

Gabi Rolland ergänzte: „Unsere Stadtgesellschaft schafft das – gerade auch mit unseren starken Bildungseinrichtungen. Aber das Land muss auch seine Hausaufgaben machen.“

 

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